Zoe Saldaña hat die vergangenen zwei Jahrzehnte damit verbracht, eine der ungewöhnlichsten Filmkarrieren der Geschichte aufzubauen — und 2026 hat sich als eines ihrer bisher größten Jahre erwiesen.
Saldaña wurde in New Jersey geboren und wuchs teilweise in der Dominikanischen Republik auf. In den 2000er-Jahren wurde sie durch Rollen in „Center Stage“ und „Fluch der Karibik“ bekannt, bevor sie drei Rollen in Franchises übernahm, die ihre Karriere bestimmen sollten: Neytiri in „Avatar“, Gamora im Marvel Cinematic Universe und Nyota Uhura in den neu gestarteten „Star Trek“-Filmen.

Diese Kombination machte sie auch kommerziell zu einer kaum zu übersehenden Größe. Dank Franchises wie Avatar, Star Trek, Guardians of the Galaxy und Avengers ist Saldaña zur umsatzstärksten Schauspielerin der Filmgeschichte geworden und hat Scarlett Johansson überholt. Ihre Filme haben weltweit mehr als 15,47 Milliarden Dollar eingespielt.

Mit den Zahlen kam auch die Anerkennung. Saldaña gewann für ihre Rolle in „Emilia Pérez“ den Oscar als beste Nebendarstellerin. Außerdem wurde sie in die TIME100-Liste des Magazins Time für 2026 aufgenommen und Anfang 2026 zur globalen Markenbotschafterin von Lancôme ernannt, wo sie die Absolue-Longevity-MD-Kampagne präsentiert.
Im Fernsehen ist sie derzeit das Gesicht der Paramount-Serie „Special Ops: Lioness“, in der sie die CIA-Stationschefin Joe McNamara an der Seite von Nicole Kidman und Morgan Freeman spielt. Die Serie wurde für eine dritte Staffel verlängert, die Dreharbeiten sind bereits abgeschlossen und die erste Folge wurde am 2. August 2026 ausgestrahlt.

Auch mit Pandora ist Saldaña noch nicht fertig. Sie wird als Neytiri in den kommenden „Avatar“-Fortsetzungen zurückkehren und damit ihr Engagement für ein Franchise fortsetzen, dessen Saga sich bis 2031 erstrecken soll.
Und sie blickt bereits über die Schauspielerei hinaus. Beim Filmfestival von Locarno in der Schweiz verriet Saldaña, dass sie Regie führen möchte. Sie sagte dem Publikum, dass sie bereit sei, nach Jahren, in denen sie anderen beim Regieführen zugesehen habe, selbst hinter die Kamera zu treten.

Abseits der Leinwand ist Saldañas Familienleben fast ebenso öffentlich geworden wie ihre Filmografie. Seit 2013 ist sie mit Marco Perego verheiratet, einem ehemaligen italienischen Profifußballer, der später Künstler und Filmemacher wurde und bei der Hochzeit ihren Nachnamen annahm. Das Paar hat drei Söhne: die Zwillinge Cy Arido und Bowie Ezio, geboren 2014, sowie den jüngeren Sohn Zen Anton Hilario, geboren 2017.

Auch Perego erlebt gerade eine besondere Phase seiner Karriere. Er wurde zum ersten Produzenten der Geschichte, dessen drei Filme im selben Jahr im Hauptwettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes liefen. Zwei davon gewannen die beiden wichtigsten Preise des Festivals. Saldaña hat offen darüber gesprochen, wie sie eine so anspruchsvolle Karriere mit der Elternschaft verbindet. Sie beschreibt ihre Familie als einen „Stamm“ — wohin sie auch beruflich reist, sie kommen mit — und erkennt gleichzeitig die echten Opfer an, die ein Leben mit ständigem Reisen verlangt. Das Paar legt außerdem Wert darauf, seinen Söhnen gemeinsam klassische Filme näherzubringen. Zuletzt sahen sie unter anderem Billy Wilders „Das Appartement“ und „Cinema Paradiso“.

Zwischen einem Oscar, einer Beauty-Kampagne, einer verlängerten CIA-Dramaserie und ihren Regieambitionen war 2026 für Zoe Saldaña weniger ein Comeback als vielmehr die mit voller Geschwindigkeit fortgesetzte Karriere einer Frau, die keinerlei Anzeichen zeigt, langsamer zu werden.




